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Warum die werke wallisellen auf Glasfasern setzen

Die werke wallisellen versorgen Wallisellen mit Strom, Wasser, Gas und digitalen Signalen. In ihrer aktualisierten Gesamtstrategie stellt das Unternehmen die Weichen für ein Glasfasernetz im ganzen Gemeindegebiet. Aufgrund welcher Überlegungen?

Im Geschäftsbereich Digitalnetze fällte der Verwaltungsrat der werke wallisellen einen weitreichenden Entscheid: «die werke» investieren in ein eigenes Glasfasernetz FTTH (Fiber-to-the-Home). Die Ausgangslage, auf der die Strategie basiert, sieht gemäss Markus Keller, CEO der «die werke», gerade im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit in der Energieversorgung eher düster aus. Anhaltend sinkende Energiepreise auf allen Energieträgern, teilweise Marktöffnung in den Bereichen Strom und Gas sowie eine temporäre Stromschwemme aufgrund subventionierter Solar- und Windenergie in Deutschland, gekoppelt mit Inbetriebnahmen von Kohlekraftwerken führen zu einer Preiserosion. Ökologische Aspekte verlieren an Wichtigkeit. Gerade bei den Kohlekraftwerken ist die CO2-Bilanz sehr negativ.

Unter Zugzwang
Heute sieht sich das Unternehmen werke wallisellen solide aufgestellt. «Wenn wir diesen Erfolg nur verwalten, werden wir früher oder später bei den umsatzstarken Bereichen Strom und Gas unter Druck geraten und beim Geschäftsfeld Digitalnetze buchstäblich den Anschluss verpassen», erklärt Andreas Flury, VR-Präsident der «die werke». «Deshalb werden wir unsere Leistungen noch kundennaher gestalten und stetig weiterentwickeln», ergänzt er. Denn gerade in diesem Geschäftsfeld wirken die Marktkräfte besonders stark. Die Nachfrage nach noch schnelleren Datenleitungen steigt ungebremst und die Kunden erwarten entsprechende Angebote, die ihren Bedürfnissen gerecht werden. Deshalb hat der Verwaltungsrat beschlossen, die Zukunftsfähigkeit der Walliseller Datenleitungsstruktur langfristig zu sichern und deren Flexibilität hinsichtlich der darauf verfügbaren Angebote deutlich auszubauen.

Kooperation mit Swisscom
Die Kooperation mit Swisscom wird mittels eines flächendeckenden Glasfasernetzes nach BAKOM-Standards umgesetzt. Zu diesem Zweck sind «die werke» eine Baukooperation mit der Swisscom eingegangen. Beide Kooperationspartner bauen je etwa die Hälfte des Netzes (aufgeteilt in Ost und West) und gewähren sich auf den Leitungsabschnitten gegenseitig nicht entziehbare Nutzungsrechte. Das Bauprojekt soll 2020 abgeschlossen sein. Die Fasern werden bis in die einzelnen Wohnungen oder Unternehmensräumlichkeiten gezogen, sofern die Eigentümer dies wünschen.
Swisscom und «die werke» finanzieren die Infrastruktur bis zur Steckdose. Pro Anschluss rechnet man mit etwa CHF 1‘500 bis CHF 2‘000, was bei rund 8‘500 Nutzungseinheiten eine Gesamtinvestition von gegen CHF 20 Millionen bedeutet, welche die Kooperationspartner je zur Hälfte tragen.
Die Kunden in den mit FTTH erschlossenen Gebieten werden künftig über ihre optische Steckdose Zugang zu den Angeboten von rund einem Dutzend Anbietern haben und zwar völlig unabhängig davon, welcher Kooperationspartner die Anschlüsse realisiert hat. Zudem besteht jederzeit Wahlfreiheit ohne Verpflichtung.

Quelle: Anzeiger von Wallisellen