openaxs - fiber connection for everyone

Conference: Schritt für Schritt zur «Smart City»

Bereits zum 7. Mal hat openaxs die FTTH Conference veranstaltet. Diesmal zum Thema «Smart City: Intelligente Prozesse zum Wohl der Menschen». Anschauungsunterricht bot die Gastgeberin St. Gallen.

Viele nennen den Glasfaserausbau auch die «NEAT des 21. Jahrhunderts»: Ein Infrastrukturprojekt, das in die Zukunft zielt und visionäres Denken voraussetzt.
Seit 2010 veranstaltet openaxs jährlich eine FTTH Conference, um die Akteure der Glasfaserbranche zu versammeln und davon zu überzeugen, wie wichtig ein flächendeckendes Glasfasernetz in der Schweiz ist: für den Wirtschaftsstandort Schweiz, für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, für die Entfaltungsmöglichkeiten der Bürgerinnen und Bürger.

Aus der visionären Zukunft wird immer mehr handfeste Gegenwart. Nachdem in den ersten Jahren der Akzent noch auf dem konkreten Infrastrukturausbau gelegen hatte, verlagert sich die Fragestellung zunehmend in Richtung Nutzen, den diese Infrastruktur generieren kann. Nicht zufällig fand deshalb die 7. Conference an einem Ort statt, der den Glasfaserbau schon fast abgeschlossen hat: in St. Gallen. Wie Stadtrat Peter Jans ausführte, hat die Bevölkerung schon 2009 den Grundstein für das digitale Zeitalter gelegt. Sie sprach damals mit einem Mehr von 82% den Kredit von 78 Millionen Franken für ein flächendeckendes Glasfasernetz. Seit mehreren Jahren befasst sich St. Gallen nun mit der Entwicklung einer intelligenten Stadt – auf der Grundlage dieser Infrastruktur.
Vorwärtsgetrieben und umgesetzt wird diese Vision wie in anderen Städten auch vom lokalen Energieversorger. «Der Wandel zu einer Smart City ist ein stetiger Transformationsprozess», sagt Marco Huwiler, Bereichsleiter Innovation und Mitglied der Geschäftsleitung der St. Galler Stadtwerke (sgsw). «Wir gehen ihn in vielen kleinen Schritten.» Er nannte in seinem Referat ein paar technische Anwendungen, die St. Gallen auf dem Weg zur intelligenten Stadt bereits umgesetzt hat:

  • Online-Parkplätze zeigen den Autofahrenden an, wo es noch freie Parkplätze gibt. Das reduziert den Suchverkehr und spart Zeit.
  • Intelligente Fahrgast-Informationen geben den Passagieren Informationen, die auf ihren Standort zugeschnitten sind.
  • Das intelligente Abfallmanagement zeigt automatisch an, welche Sammelstellen und Unterflurbehälter geleert werden müssen – und welches die beste Route fürs Entsorgungsfahrzeug ist.
  • Eine dynamische Strassenbeleuchtung ermöglicht eine bedarfsgerechte und somit energiesparende Steuerung.
  • Das kostenlose WLAN «St. Galler Wireless» ermöglicht u. a. die Datenkommunikation für Mobilgeräte wie Smartphones und Tablets.

Dies nur ein paar Beispiele. «Das sind erste Schritte, aber es ist wichtig zu verstehen, dassdie Entwicklung hin zu einer Smart City ein stetiger Prozess ist, der Schritt für Schritt realisiert wird. Der Weg ist das Ziel», sagt Huwiler. «Und einiges muss man halt ausprobieren. Dabei soll man auch einmal die Nase anschlagen dürfen.»
Er zeigt Pilotprojekte, in denen die sgsw gemeinsam mit der Bevölkerung das Quartier der Zukunft entwickelt, von der Vision bis zu Massnahmen betreffend Energie, Ökologie, Verkehr oder Zusammenleben. Auf diese Weise schafft St. Gallen Testfelder, erste «Smart-City-Zellen», immer mit dem Ziel, dass die Technik dem Menschen und seinen Bedürfnissen dient. Und nicht umgekehrt.

Rund 200 Entscheider und zahlreiche Aussteller nahmen an der openaxs FTTH Conference in der Ostschweiz teil. Sie nutzten die Networking-Möglichkeiten und liessen sich von den hochkarätigen Referentinnen und Referenten inspirieren.