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Grabs (SG) schafft den Anschluss

Investitionen für einen attraktiven Standort

Mit dem Bau des Glasfasernetzes ist die Gemeinde Grabs zumindest für die nächsten 25 Jahre gerüstet, sagt Marco Gantenbein, Leiter der Technischen Betriebe Grabs (TBG), welche das Glasfasernetz bauen. Am 4. März 2018 hat die Bürgerschaft den Baukredit über 9,5 Millionen Franken für den Neubau des Glasfasernetzes in Grabs mit rund 88 Prozent bewilligt, damit grünes Licht für das Grossprojekt gegeben und die Weichen für die Zukunft gestellt. Es wird in fünf Etappen realisiert und soll als Datenautobahn die Kapazitäten für die Übertragungsbedürfnisse der Zukunft schaffen. In den letzten Jahren sind bei Tiefbauarbeiten gleich Leerrohre verlegt worden. Jeder Haushalt wird mit vier Glasfasern angeschlossen, von denen vorerst zwei als Reserve frei bleiben.

Grabs im digitalen Zeitalter
Der Bedarf an schnellen Netzen für den Internetzugang und die Nutzung neuer Dienstleistungen der Telekommunikation ist in den letzten Jahren markant gestiegen. Das Gleiche gilt für die Unterhaltskosten der inzwischen veralteten Komponenten. Das rund 20 Jahre alte herkömmliche Koax-Netz stösst technologisch an seine Grenzen.
Das Glasfasernetz lässt einen rund 50 Mal schnelleren Datenaustausch zu. «Damit bleibt Grabs im digitalen Zeitalter ein attraktiver Standort für die Bevölkerung und Wirtschaft», sagt Robert Hutter, Projektleiter der TBG.
Mit der Investition der TBG in die Rohre und die Glasfaserleitungen (Layer 0 und 1) behält die Gemeinde die strategisch wichtige Kommunikations-Infrastruktur im eigenen Einflussbereich und kann eine «Datenautobahn» verschiedenen Anbietern zur Verfügung stellen. Die TBG und die politische Gemeinde sind überzeugt, damit den unnötigen Bau von Parallelnetzen vermeiden zu können.
Mit dem Elektrizitäts- und Wasserwerk der Stadt Buchs (EWB) konnte ein Partner gewonnen werden, welcher alle Anforderungen für den Bau und Betrieb der Aktivkomponenten (Layer 2) erfüllt. Um der Kundschaft die Signallieferung der verschiedenen Kommunikationsdienstleistungen wie TV-Signal und Rii-Seez-Net-Produkte in einer hohen Qualität zu garantieren, investiert das EWB rund 2,9 Millionen Franken.
Für den Bau des Glasfasernetzes werden keine Steuergelder verwendet. Die Investitionskosten von 9,5 Millionen Franken werden über die Technischen Betriebe respektive über die Gebühren von den CATV-Kunden finanziert und amortisiert.

Kostenneutral für die Hauseigentümer
Die Umstellung vom Koax-Netz auf das Glasfasernetz verursacht für die Hauseigentümer keine Kosten. Die bestehende Infrastruktur im Haus kann weiterverwendet werden.
Sie wird durch die TBG an der jetzigen Übergabestelle mit einer Node angeschlossen. Die bestehenden Anschlüsse können also mit einer höheren Datenmenge genutzt werden. Neue, ergänzende oder zusätzliche Anschlüsse sind Sache des Eigentümers.
Die rasante technologische Entwicklung im Kommunikationsbereich macht den Betrieb und Unterhalt moderner Netze immer komplexer. Es sei richtig und wichtig, dass man das Glasfasernetz selber baue, sagte TBG-Leiter Marco Gantenbein. Mit dem EW Buchs verfüge man über einen erfahrenen Partner für den Betrieb und Unterhalt des neuen Netzes.
Das EWB erfülle alle Anforderungen für die Aktivkomponenten (Layer 2) und sei bereit, die nötigen Investitionen vorzunehmen, stellen die TBG fest. Der Layer 2 stellt den Transport von Daten zwischen Teilnehmer und Provider sicher. Die TBG bauen und unterhalten also die Datenautobahn und das EWB stellt den Transport der Daten und die Versorgung mit den Daten sicher.

Quelle: «Werdenberger & Obertoggenburger»