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FTTH Conference 2015: Das Tessin im Fokus

Nachdem in den letzten Jahren jeweils eine nationale FTTH Conference in der Deutschschweiz oder in der Romandie stattgefunden hat, veranstaltete openaxs die diesjährige FTTH Conference am 19. Juni in Bellinzona. Der in Zusammenarbeit mit den Aziende Municipalizzate Bellinzona (AMB) organisierte Anlass ist von grosser Symbolkraft.

«Ich freue mich sehr, Sie gerade in der italienischen Schweiz zu diesem Anlass begrüssen zu dürfen», wandte sich openaxs-Präsident Franz Stampfli an die Anwesenden. Er erläuterte: «openaxs setzt sich für ein flächendeckendes Glasfasernetz in der Schweiz, auch abseits der Zentren, ein. Deshalb ist es für uns wichtig, die Glasfasertechnologie auch in der Sprachregion bekannt zu machen, die in der Schweiz oft vernachlässigt wird.»
In diesem Sinne kam der FTTH Conference in Bellinzona eine grosse Symbolkraft zu. Und das Programm konnte es mit dem der grossen Schwesterveranstaltungen, die openaxs jeweils auf nationaner Ebene veranstaltet hat, durchaus aufnehmen. Als Hauptredner eingeladen war Peter Cochrane, einst CTO der British Telecom, heute visionärer Zukunftsforscher und vielgepriesener Professor, aber auch Berater von Regierungen. «Der Schlüssel für eine bessere Welt liegt darin, dass Leute offen und sicher miteinander kommunizieren können – mit allen Mitteln, zu jeder Zeit und an jedem Ort. Wer Kommunikation unterdrückt, unterdrückt den Fortschritt», machte Cochrane klar.
Dieses Votum soll auch fürs Tessin gelten, wo die Aziende Municipalizzate Bellinzona (AMB) bisher eine Pionierrolle einnehmen. «Gerade für unseren Tourismuskanton ist es von entscheidender Bedeutung, dass wir mit der bestmöglichen Kommunikationsinfrastruktur in die Zukunft gehen», sagte Mauro Sua, Direktor der ABM. «Und zwar nicht nur in den Städten, sondern gerade auch in den Tälern, wo ein gutes Kommunikationsnetz die sonst nur spärliche Infrastruktur zumindest teilweise kompensieren kann.»
Während Sua an der Konferenz die Glasfasererschliessung in der Hauptstadt Bellinzona erläuterte, lag der Fokus der eingeladenen Referenten aus anderen Landesteilen eher auf der Landerschliessung. Claude Gremion von der FTTH Fribourg SA zeigte auf, dass gerade eine kantonale Perspektive mit einer entsprechenden Trägerschaft hilfreich ist, um der Glasfaser auch im dünnbesiedelten Gebiet zum Durchbruch zu verhelfen. Und dass die Initiativen zum Glasfasernetz durchaus auch von den Talschaften ausgehen und von dort in die Zentren vorstossen können, machte Not Carl klar – der Verwaltungsratspräsident der Energia Engiadina, die wie AMB ebenfalls in einem Tourismuskanton tätig ist.
Die Beispiele machten Eindruck. Repräsentanten von Tessiner Gemeinden, die an der openaxs FTTH Conference teilnahmen, sagten beim Abschlussapéro: «Das gibt uns den Mut, die Kommunikationszukunft selber in die Hand zu nehmen – lieber heute als morgen.»