In Aetigkofen bietet man der Swisscom mit einem eigenen Glasfasernetz die Stirn. Dieses ist seit dem 16. Juni 2014 in Betrieb. Und bereits haben sich von den 120 Haushalten 20 von der Swisscom losgesagt und sich ans Bucheggberger Netz angeschlossen.
Wer auf dem Land wohnt, kann sich nicht darauf verlassen, vor 2020 an das Swisscom-Glasfasernetz angeschlossen zu werden und somit schnelleres Internet zu erhalten. Die Swisscom lässt sich oft nur auf ausdrücklichen Wunsch und mit finanzieller Beteiligung seitens der Gemeinde dazu erweichen, vorzeitig moderne Leitungen über Felder und Äcker zu ziehen. Auch Aetigkofen stand einst mit dem Telekommunikationskonzern in Verbindung, wollte aber vom unterbreiteten Angebot letztlich nichts wissen. Und so begann Anfang 2014 mit der Gründung von Bucheggberg.Net eine durchaus erfolgreiche Geschichte: der Aufbau eines eigenen Glasfasernetzes in Luxusausführung.
Erwartungen weit übertroffen
Seit dem 16. Juni 2014 ist
das selbst gebaute Netz in Betrieb. Bereits haben sich von den 120 Haushalten
in Aetigkofen 20 von der Swisscom losgesagt und sich ans Bucheggberger Netz
angeschlossen. «Das sind doppelt so viele Abonnenten wie wir erwartet hatten»,
sagt Präsident Christoph Isch. Zugang zum Netz haben momentan Bewohner von
Aetigkofen und Gächliwil. Die Strecke bis zum Gemeindehaus in Mühledorf sei in
Planung, aber noch nicht beschlossen.
Beliebtheit erlangt hat
Bucheggberg.Net besonders durch den gründlichen Ausbau. Anders als bei
Glasfaser-Erschliessungen, die die Swisscom in ländlichen Gebieten vornimmt,
komme beim lokalen Unternehmen der Anschluss direkt bis ins Wohnzimmer,
schreibt das Unternehmen in einem Communiqué. Verhandlungen mit der Swisscom
hatte man auch deshalb beendet, weil diese zwar eine rudimentäre Leitung gebaut
hätte, den Buchegger Ortsteil aber frühestens bis 2020 flächendeckend mit
schnellem Internet versorgen wollte. Kurios war dann allerdings Folgendes: Als
Aetigkofen zu bauen begann, zog die Swisscom mit eigenen Glasfaserkabeln nach.
Als Konkurrenz sieht
Bucheggberg.Net die Swisscom aber nicht, weil in deren Netz die letzte
Viertelmeile weiterhin aus einem Kupferkabel bestünde, erklärt Isch. Damit
werde man bald an die Grenzen stossen. Die Swisscom-Lösung sei daher eine
«Mogelpackung», heisst es in der Mitteilung. «Ausser der Swisscom würde niemand
in der Branche so etwas ein Glasfasernetz nennen. Das ist Augenwischerei.»
Isch war Referent der
vorletzten openaxs FTTH Conference 2013 und überzeugte damals die Teilnehmenden
mit dem fokussierten Glasfaserprojekt in seiner Gemeinde.
Quelle: az Solothurner Zeitung
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