Anlässlich eines Informationsanlasses für die Mitglieder der Eidge-nössischen Räte hat der Präsident der Parlamentarischen Gruppe Glasfasernetz Schweiz, Ständerat Dr. Peter Bieri, eine Studie zum Thema Hochbreitbandabdeckung in der Schweiz im europäischen Vergleich präsentiert. Die Schweiz steht in allen Kantonen be-treffend Hochbreitbandabdeckung sehr gut da, beim Glasfaserausbau erreicht sie im Ranking aber lediglich einen Platz im Mittelfeld. Dies wird sich dank den grossen Investi-tionen in die Infrastruktur der Zukunft schon bald ändern.
In Ergänzung an die von der EU-Kommission durchgeführte Studie (vgl. Fusszeile) hat Glasfasernetz Schweiz bei Point Topic eine Studie in Auftrag gegeben, um die Hochbreitbandabdeckung in der Schweiz im Vergleich zur EU zu untersuchen. Die Studie kommt dabei zu zwei Hauptergebnissen (Stand Ende 2011): Einerseits verfügt die Schweiz bei einer Hochbreitbandschwelle von 30 Megabit pro Sekunde über eine Abdeckung von 92,7 % und befindet sich dabei gemeinsam mit Holland, Belgien und Malta in der Spitzengruppe der EU-Länder. Diese Länder erreichen heute mit den 30 Mbit/s bereits die Zielvorgabe der digitalen Agenda der EU für das Jahr 2020. Die hohe Breitbandabdeckung ist dabei nicht auf einzel-ne urbane Kantone beschränkt sondern beträgt in allen Kantonen mehr als 75%. Die Studienleiterin Laura Kell meint dazu «Switzerland should be very pleased that it ranks third out of all the study coun-tries for providing high speed broadband coverage to households in rural areas. Rural areas are typically left behind when it comes to high speed broadband, but in Switzerland every canton has relatively good coverage.»
Auf der anderen Seite zeigt die Studie auf, dass sich die Schweiz punkto Glasfaserabdeckung bis in die Gebäude mit gut 10% erschlossenen Haushalten auf dem EU-Durchschnittsniveau bewegt. Es ist daher sehr erfreulich zu sehen, dass die Schweiz in den letzten drei Jahren eine sehr hohe Investitionsdynamik im Bereich des Ausbaus der Glasfasernetze kennt – bei den Investitionen pro Kopf liegt die Schweiz im OECD-Vergleich in der Spitzengruppe. Der rasche Ausbau der Glasfaserinfrastruktur ist für den Wirt-schaftsstandort Schweiz und die gesamte Gesellschaft von zentraler Bedeutung. Grundvoraussetzung für diesen raschen Ausbau der Glasfaserinfrastruktur sind politische Rahmenbedingungen, mit denen die notwendigen Investitionsanreize geschaffen werden. Die Tatsache, dass die Investitionsdynamik aktuell sehr hoch ist und die investierenden Unternehmen mit Hochdruck am Ausbau der Glasfaserinfrastruk-tur arbeiten, zeigt, dass sich die Schweiz hier auf dem richtigen Weg befindet.
Der Präsident von Glasfasernetz Schweiz, Ständerat Dr. Peter Bieri, zieht folgende Schlussfolgerung: «Die Schweizer Wirtschaft und Gesellschaft sind auf leistungsfähige Datenübertragungsnetze angewie-sen. Es gilt daher seitens der Politik die Rahmenbedingungen derart festzulegen, dass Investitionsanrei-ze geschaffen werden und investitionshemmende staatliche Eingriffe vermieden werden. Die Investiti-onsdynamik muss auf einem hohen Niveau gehalten werden, damit die Standortattraktivität der Schweiz dank leistungsfähigen Datenübertragungsnetzen im internationalen Vergleich gestärkt werden kann».
Broadband Coverage in Switzerland in 2011(pdf)
Kontakt / Rückfragen
Oliver Schnyder, Geschäftsführer Glasfasernetz Schweiz
031 313 18 48
079 337 46 65
[email protected]
www.glasfasernetz-schweiz.ch
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