Die intelligente
Vernetzung von Infrastrukturbereichen hin zur Smart City ist in aller Munde. Zu
Recht. Wie der Telekom-Verantwortliche einer spanischen Gemeinde an der eCity
Conference aufzeigt, lassen sich durch die intelligente Vernetzung erheblich
Ressourcen einsparen und die volkswirtschaftliche Wertschöpfung erhöhen. Das
multifunktionale Netzwerk dafür: ein Glasfasernetz.
Rivas-Vaciamadrid ist jene Stadt in
Spanien, die in letzter Zeit am schnellsten gewachsen ist. Und die
Stadtbewohner sind auch besonders jung: im Durchschnitt nicht einmal 35 Jahre
alt. Es wimmelt also von Digital Natives. Und so passt es auch, dass diese fast
neugebaute junge Stadt den Anschluss an die Infrastrukturzukunft früher gesucht
und schneller gefunden hat als die meisten anderen.
«Wir sind schon weit gekommen auf dem
Weg zu einer Smart City», sagt der Telekomverantwortliche Carlos
Ventura Quilón nicht ohne Stolz. Praktisch sämtliche öffentliche
Dienstleistungen laufen bereits heute über ein einziges Infrastrukturnetz, eine
4G-Glasfaser, mit über 630 Zugangspunkten .
Von der Fernüberwachung über die Gebäudeautomatisation bis zur
Strassenbeleuchtung – alles lässt sich über dieses eine Netzwerk intelligent
und in Echtzeit steuern. Ein eigentliches Multiservice-Netz
mit vereinheitlichten Kommunikationsleistungen, verbunden mit Solaranlagen,
Strommessern oder Überwachungskameras. Das führt zu Konvergenz und Mehrwert für
die Bürgerinnen und Bürger und – in diesen Krisenzeiten besonders wichtig
– zu Kosteneinsparungen für die Kommune.
Ein System namens Scada überwacht den Energieverbrauch und weist aus, welches
öffentliche Gebäude am meisten und welches am wenigsten Energie verbraucht. Bei
Verbrauchsspitzen wird das Angebot gezielt eingeschränkt. Und somit die
Stromproduktion entlastet. Ergebnis: Die Stromkosten sinken und auch andere
städtische Dienstleistungen können immer effizienter genutzt werden.
Der Effizienz dient
auch ein
geografisches Informationssystem, auf dem die Einwohner und Unternehmen der
Stadt jederzeit bestimmte Anwendungen laufen lassen können, abgestimmt auf ihre
jeweiligen Bedürfnisse und aufgebaut auf das Open-Data-Prinzip.
Und damit die Intelligenz nicht am
Stadtrand endet, ist Rivas-Vaciamadrid dem spanischen Smart-City-Netz
beigetreten, in dem Erfahrungen ausgetauscht und Infrastrukturen standardisiert
werden – alles online, versteht sich. Fast alle grossen spanischen Städte sind
Teil dieses Netzes, und so ist gewährleistet, dass die verschiedenen
Infrastruktur-Steuerungssysteme unter den jeweiligen Städten kompatibel und
konvergent sind.
Rivas-Vaciamadrid, eine junge Kommune
im Aufbruch, hat es auf dem Weg zur Smart City fürwahr schon weit gebracht. Und
ist dafür schon mehrfach ausgezeichnet worden. Zuletzt unter anderem von der
Europäischen Union für ihre vorbildlich nachhaltige Mobilität. Vorbildlich auch
für schweizerische Verhältnisse.
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