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Swisscom zahlt 60 Prozent an die Baukosten

Ende 2013 haben die Gemeindewerke Dietlikon und Swisscom einen Zusammenarbeitsvertrag unterzeichnet, nachdem die Gemeinde das Glasfasernetz auf eigene Faust gebaut hatte. Das Dietliker Glasfasernetz war Thema an der letzten FTTH Conference, nach dem Motto: «Gemeinden auf dem Sprung in die Zukunft».

Die Gemeindewerke Dietlikon verlegen pro Wohnung oder Geschäft mindestens vier Glasfasern, gemäss Empfehlung der ComCom. Zwei der Fasern werden von der Gemeinde respektive den bestehenden Anbietern genutzt. Zwei weitere Fasern kann nun gemäss Zusammenarbeitsvertrag die Swisscom nutzen und darüber ihre Dienste vermarkten. Als Gegenleistung dafür beteiligt sie sich nachträglich an den Baukosten und übernimmt 60 Prozent der Kosten.
Die Gemeinde hatte auf eigene Faust den Glasfaserbau vorangetrieben, aus der Überzeugung heraus, dass ein lokaler Energieversorger dabei viele Synergien nutzen kann, bei minimalem Grabaufwand. Die Dietliker Gemeinderätin Cristina Wyss-Cortellini trat als selbstbewusste Referentin an der letztjährigen openaxs FTTH Conference auf. Sie sagte: «Aus volkswirtschaftlicher und betriebsökonomischer Sicht ist es sinnvoll, wenn sich das Netz im Besitz der öffentlichen Hand (und damit der Bevölkerung) befindet. Die volkswirtschaftlich optimale Lösung besteht darin, das zu trennen, was zwei ganz verschiedene Dinge sind: das Netz und das Anbieten von Dienstleistungen. Denn das Netz ist ein natürliches Monopol. Gemäss ökonomischer Theorie ist es volkswirtschaftlich sinnvoll, wenn Netze der öffentlichen Hand gehören. Die attraktiven und hochwertigen Angebote der Anbieter auf dem Dietliker Glasfasernetz beweisen, dass ein offenes Netz letzten Endes Qualität, Innovation und Leistungsfähigkeit zu einem günstigen Preis ermöglicht.»
Nun ist klar, dass in Zukunft auch die Swisscom ihre Dienste auf dem Dietliker Glasfasernetz anbieten wird. Der Wettbewerb funktioniert.