openaxs fördert den Wettbewerb und das Open-Access-Prinzip. Das Glasfasernetz soll möglichst bald und flächendeckend allen Dienstanbietern zu gleichen Bedingungen zur Verfügung stehen, damit die Wahlfreiheit der Endkunden gewährleistet ist und kein digitaler Graben in der Schweiz entsteht. Warum dieses Anliegen so wichtig ist, zeigt ein Blick in die USA.
«Zu wenig Wettbewerb» lautet stets das Argument für die Tatsache, dass Amerikaner in vielen Gegenden nur im Schneckentempo durch das Internet surfen können. Gemäss einer Studie des Handelsministeriums aus dem Jahr 2013 stehen vielen Haushalten nur ein Anbieter für Breitband-Internet zur Verfügung. Und dieser ist nicht an Investitionen interessiert, solange die alten Netze ihren Dienst noch tun. Nur drei Prozent der Kunden konnten 2013 unter drei oder mehrere Breitband-Anbieter auswählen. Konzerne wie Comcast oder Verizon haben bisher kaum Glasfasernetze gebaut.
Doch in einer Phase, in der Streaming-Dienste wie Netflix immer mehr Kunden gewinnen, ist Wettbewerb entfacht. Der Internetkonzern Google mischt mit dem Angebot namens «Smart Fiber» nun auch den Breitbandmarkt auf – allerdings nur in einem sehr eingeschränkten geografischen Gebiet.
Analysenschätzungen zufolge würde es Google 400 Milliarden Dollar kosten, um «Smart Fiber» im ganzen Land zu installieren. Das ist selbst für den erfolgsverwöhnten Internetkonzern zu viel. Um Kosten zu sparen, hat Google die Anweisung erhalten, das superschnelle Internet nur in ganz gezielten Vierteln anzubieten – dort, wo der Return on Investment am grössten ist, das Gebiet am dichtesten besiedelt. Wer nicht in diesen Vierteln wohnt, hat Pech gehabt.
Inzwischen geht der Breitband-Anbieter AT&T als Antwort auf Google Fiber einen anderen Weg, der vor allem Verbraucherschützer alarmiert: . Erlaubt ein Kunde dem Konzern, seine Internetdaten auszuwerten und massgeschneiderte Werbung im Internet, per E-mail oder per Post zu vermitteln, dann sinken die Kosten für einen Glasfaser-Anschluss. Ein bisher noch ungewöhnlicher Pakt für die Branche, bei dem die Kunden mit dem Verlust ihrer Privatsphäre bezahlen.
Im Rahmen des Lehrplans 21 wird auch die Medien- und Informatikbildung an den Schulen neu definiert. Das Engadin nimmt ...
Wie der digitale Graben in der Schweiz aussieht, lässt sich auf engstem Raum im Linthgebiet nachvollziehen, zwischen ...
«FTTH muss kantonsweit zum Standard werden, denn schon in wenigen Jahren wird die Versorgung durch FTTH-Glasfaser zum ...
Disclaimer | Sitemap | Print