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Grabs: Swisscom baut doppelt

Nachdem der Ausbau des Glasfasernetzes durch die Technischen Betriebe begonnen hat, liegen der Gemeinde auch Baugesuche für ein Glasfasernetz der Swisscom vor.

Bis Mitte 2023 soll der Ausbau des Glasfasernetzes in der Gemeinde Grabs durch die Technischen Betriebe fertiggestellt sein. «Der bisherige Baufortschritt darf als erfreulich bezeichnet werden», schreibt die Gemeindeverwaltung in ihrem letzten Newsletter. Ein Wermutstropfen bleibt jedoch. Die Swisscom hat nun ihrerseits Baugesuche eingereicht.
Der Telekommunikationsanbieter möchte in der Gemeinde Grabs sein Netz ebenfalls mit Glasfaser ausbauen. Dazu müssten Schächte in Strassen ausgebaut werden, die erst kürzlich erneuert wurden. «Eine neue Strasse wieder aufzureissen, ist sehr, sehr unglücklich», sagt Niklaus Lippuner, Gemeindepräsident von Grabs. Vor allem da die Gemeinde und die Technischen Betriebe regelmässig Koordinationssitzungen bezüglich der Strassenbauarbeiten mit dem Verein für Abfallentsorgung (Fernwärme), der Gravag Erdgas AG und der Swisscom durchführen. «Die Gemeinde ist nun daran, die rechtliche Lage genau abzuklären», sagt Niklaus Lippuner.
Die Technischen Betriebe rüsten mit Investitionen von 9,5 Millionen Franken ihr 20-jähriges Kabelnetz in Etappen auf Glasfaser um. Die Bevölkerung der Gemeinde Grabs stimmte diesen Investitionen mit einem Ja-Anteil von 87 Prozent am 4. März zu. Das Netz wird mit vier Fasern ausgebaut. Eine wird von RiiSeez-Net für dessen Telekommunikationsdienste genutzt, eine zweite verwenden die Technischen Betriebe für die Datenablesung von Strom und Wasser. Zwei Fasern bleiben frei. Wer sie wie nutzt, sei noch offen.
Laut dem Grabser Gemeindepräsidenten wurde auch die Swisscom frühzeitig über den geplanten Ausbau informiert. Ein Interesse daran habe die Swisscom jedoch erst nach der positiven Abstimmung der Bevölkerung gezeigt. Schliesslich seien die Verhandlungen seitens der Swisscom auch wieder abgebrochen worden, so Niklaus Lippuner.
Die Swisscom bestätigt die Verhandlungen über eine mögliche gemeinsame Nutzung des Glasfasernetzes der Technischen Betriebe Grabs. Diese seien dann aufgrund der «unterschiedlichen Vorgaben und Ansichten» wieder abgebrochen worden, schreibt die Swisscom auf Anfrage.

Quelle: «Werdenberger & Obertoggenburger»