openaxs - fiber connection for everyone

Was Glasfasernetze bewirken – auch auf dem Land

«A Smart Country: Auch abseits der Zentren die Zukunft gewinnen.» Unter diesem Motto traf sich die Glasfaserbranche am 22. August zur 9. openaxs FTTH Conference in Frauenfeld. Hochkarätige Referenten zeigten auf, wie wichtig eine leistungsfähige Telekom-Infrastruktur für die Zukunft ist.

Überall in der Schweiz werden Glasfasernetze gebaut, die Telekom-Infrastruktur der nächsten 50 Jahre. Wer Glasfasernetze bauen will und erst recht, wer sie schon gebaut hat, muss sich die Frage stellen, wie diese Netze am besten genutzt werden. Die 9. openaxs FTTH Conference lieferte inspirierende Beispiele dafür, gerade auch aus dem ländlichen Gebiet:

  • Beispiel Bratsch VS: Das Bergdorf stand vor dem Aussterben. Dank dem FTTH-Glasfasernetz konnten innovative Lehrer eine zukunftsweisende Privatschule gründen. Die Planung und Auswertung des Unterrichts erfolgt fast nur noch webbasiert und höchst individualisiert. Die Plattform der Schule erlaubt Kooperationen mit Unternehmen, aber auch mit Schülerinnen und Schülern aus anderen Ländern. Bilanz nach vier Jahren Schulbetrieb: Viele junge Familien sind in den letzten Jahren nach Bratsch gezogen. Das Dorf bleibt erhalten. Und die Schülerinnen und Schüler erzielen überdurchschnittliche Leistungen.
  • Beispiel Engadin: Mia Engiadina macht das Engadin auf der Grundlage der Glasfasertechnologie zum bevorzugten Rückzugs-, Inspirations- und Vernetzungsort der Schweiz, kombiniert Arbeit und Erholung zu einem sogenannten «Third Place». Stararchitekt Norman Foster plant als regionales Innovationszentrum den «InnHub La Punt», wo dereinst auf 7000 Quadratmetern Arbeits- und Seminarräume Platz finden sollen, dazu bewirtschaftete Wohnungen, ein Geschäft für lokale Produkte, eine neue Gästeinformation sowie ein Sport- und Medizinzentrum.
  • Beispiel Thurgau: Ein genossenschaftlicher Verein namens Smarter Thurgau bringt auf einer Plattform Unternehmen, Verwaltung und Schulen zusammen, um sie fit zu machen für die digitale Zukunft. Er baut ein digitales Ökosystem mit vielen Micro-Services, wobei die verschiedenen Akteure voneinander lernen und auf diese Weise die digitale Entwicklung auch im ländlichen Raum besser bewältigen können.

Rund 200 Entscheider und zahlreiche Aussteller nahmen an der openaxs FTTH Conference im Casino Frauenfeld teil. Sie alle wohnten den inspirierenden Inputs von hochkarätigen Referenten bei:

  • Peter Schütz, Verwaltungsratspräsident EKT-Gruppe
  • Lars Thomsen, weltweit führender Zukunftsforscher
  • Walter Schönholzer, Regierungsrat
  • Diana Gutjahr, Nationalrätin
  • Martin Simioni, CEO EKT
  • Manfred Spiegel, Geschäftsführer Smarter Thurgau
  • Jon Erni, CEO von Mia Engiadina
  • Damian Gsponer, Schulleiter gd-Schule Bratsch (Oberwallis)
  • Benjamin Buhl, geschäftsführender Gesellschafter der netzvitamine GmbH
  • Christian Neuweiler, Präsident IHK Thurgau
  • Pascal Grieder, CEO von Salt

Die nächste FTTH Conference, sagte openaxs-Präsident Franz Stampfli in seiner Abschlussrede, sei am 20. August 2020 geplant. Am besten jetzt schon den Termin vormerken!