openaxs - fiber connection for everyone

Mia Engiadina: Ein Star-Architekt plant mit

Das Engadin nutzt die digitale Technologie mustergültig für seine Entwicklung. Jetzt soll in La Punt Chamues-ch ein Begegnungszentrum der Zukunftsvision ein Gesicht geben. Die Pläne des Stararchitekten Norman Foster sind spektakulär.

«Jon Erni ist ein Serientäter», so stellt die charmante, aber schlagfertige Moderatorin Barbara Josef den Präsidenten des Energieversorgers Mia Engiadina an der openaxs FTTH Conference vor. Tatsächlich präsentiert er bereits zum dritten Mal in Folge den Fortschritt der Digitalisierung im Engadin.

  • In der ersten Folge, bei seinem Heim-Referat an der openaxs FTTH Conference vor zwei Jahren in Scuol, hat Erni die Vision vorgestellt: «Dank der Digitalisierung gibt es keine Randregionen mehr.» Und er zeigte auf, wie er die Digitalisierung vorantreiben will: «Wenn wir Menschen zusammenbringen, die ihr Herz im Engadin haben, dann schaffen wir die Zukunft.» So holte er beispielsweise mit Beat Curti einen finanzkräftigen Grossinvestor ins Boot.
  • In der zweiten Folge, beim Conference-Referat in Naters, erzählte er vom Glasfaser-Rollout über die Talgrenzen hinaus. Wie die Gemeinden die Zusammenarbeit gesucht haben, um beispielsweise Schulen ans Glasfasernetz zu bringen und Begegnungsorte zu schaffen, die auch Arbeitsorte sind.
  • In der dritten Folge zeigt er nun spektakuläre Bilder vom geplanten Begegnungszentrum für La Punt Chamues-ch. Norman Foster plant ein lichtdurchflutetes Bauwerk mit Arbeits-, Seminar- und Sportmöglichkeiten, in dem ausserdem Geschäfte und Gastronomie Platz finden werden.


Es könnte sehr schnell gehen

Norman Foster, der für das Projekt von Mia Engiadina beauftragt worden ist, hat sich bei der Architektur von Elementen der traditionellen Engadinerhäuser und der Landschaft der Umgebung inspirieren lassen. So sollen etwa einheimische Materialien verwendet werden, unter anderem Lärchenschindeln. Daneben schlägt Foster grosse Fenster und rundliche Dachlukarnen vor, die im Innern für eine lichte Atmosphäre sorgen.
Investiert werden rund 40 Millionen Franken, die von Privaten gedeckt werden sollen. Gibt es weder auf rechtlicher Seite noch bei den Bauarbeiten Verzögerungen, rechnet man bei Mia Engiadina mit einer Bauzeit von rund eineinhalb Jahren. Damit könnte der «InnHub» bereits Ende 2021 den Betrieb aufnehmen.
Rückenwind erhält die digitale Zukunft im Engadin auch von der Politik. Bund und Kanton unterstützen das Projekt im Rahmen der Neuen Regionalpolitik (NRP). Sie haben die Breitband-Infrastruktur im Engadin zur systemrelevanten Infrastruktur erklärt – etwas, das längst auch in anderen Regionen der Schweiz geschehen müsste.