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Mit der Expansion sinken die Kosten

Mia Engiadina ist eine Erfolgsgeschichte. Die Idee und das Konzept überzeugen auch über die Talgrenzen des Engadins hinaus. Die jüngsten Partner sind St. Moritz und Davos.

St. Moritz Energie und das EW Davos spannen in Sachen Glasfaser mit Mia Engiadina zusammen. Die beiden Elektrizitätswerke haben sich dem Glasfaser-Backbone von Mia Engiadina durch den Vereinatunnel nach Landquart angeschlossen. «Wir wollen unseren Kunden ein zusätzliches Angebot, eine Alternative bieten», sagt Patrik Casagrande, Geschäftsführer von St. Moritz Energie.
Eine Alternative zur Swisscom wollten die Initianten von Mia Engiadina bieten. «Noch vor zehn Jahren war die Breitbanderschliessung kein Thema für Randregionen, heute wirbt die Swisscom auch bei uns um Kunden in diesem Bereich», so Not Carl, Verwaltungsratspräsident von Mia Engiadina Network.

Schritt für Schritt
In Sachen Breitbanderschliessung hat das Unterengadin das Heft selber in die Hand genommen. Ein paar kluge Köpfe haben vor ein paar Jahren die Gunst der Stunde genutzt, als Swissgrid den Ausbau der Hochspannungsleitung durch das Engadin plante. Die betroffenen Gemeinden konnten in einem Einspracheverfahren durchsetzen, dass alle übrigen Stromleitungen vergraben werden, wodurch im Engadin über 1000 Strommasten verschwinden.
In dem 60-Kilometer-Graben konnte gleichzeitig ein Leerrohr für Glasfasern zugunsten der Gemeinden zwischen La Punt-Chamues-ch und Scuol ausbedungen werden. In einem nächsten Schritt kam mit der Rhätischen Bahn (RhB) ein Tauschgeschäft zustande. Die RhB ermöglichte Mia Engiadina dabei den Anschluss an Landquart durch ihre bestehenden Glasfasern. Im Gegenzug erhielt die RhB eigene Glasfasern im Graben durch das Engadin.

Die Kosten werden gesenkt
Von der schnellen Datenautobahn von Mia Engiadina in Richtung Unterland profitieren neu also auch Davos und St. Moritz. Deren Elektrizitätswerke beschlossen bereits im vergangenen Herbst, sich dem sogenannten Backbone von Mia Engiadina durch den Vereinatunnel nach Landquart anzuschliessen. Gemäss Jürg Flückiger, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Elektrizitätswerk Davos AG, handelt es sich um eine «rein technische Kooperation für Internetsignal im Raum Davos». Für Not Carl hingegen ist dies ein weiterer Meilenstein für Mia Engiadina. «Durch den Anschluss von St. Moritz und Davos an unsere Glasfasern nach Landquart können wir Kosten senken, was unseren Kunden zugute kommt.» Laut Carl gibt es heute im Perimeter von Mia Engiadina keinen Provider, der für die gleiche Leistung günstigere Tarife anbietet.

Quelle: Südostschweiz / Bündner Zeitung