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Die Hälfte nutzt Glasfaser

5000 Kilometer Glasfaserkabel sind verlegt, 48 200 Wohnungen und Unternehmen angeschlossen: Nach zehnjähriger Vorbereitungs- und Bauzeit ist das Glasfasernetz in der Stadt St. Gallen abgeschlossen.

Bis Ende Jahr kämen noch etwa 500 Häuser und Wohnungen dazu, die während der regulären Bauphase nicht berücksichtigt werden konnten, sagte Peter Stäger, Bereichsleiter Telekom bei den St. Galler Stadtwerken, gegenüber den Medien. Dann werden mehr als 99 Prozent aller Liegenschaften in der Stadt angeschlossen sein. Vor zehn Jahren, am 8. Februar 2009, hatten 82 Prozent der St. Galler Stimmbevölkerung dem flächendeckenden Ausbau des städtischen Glasfasernetzes zugestimmt. «Dass ein derart abstraktes Thema eine solch grosse Unterstützung erfährt, war doch erstaunlich», blickte Stadtrat Peter Jans zurück.
Das sei ein grosser Vertrauensbeweis der Bevölkerung gewesen. Umso mehr freut es ihn heute, dass sowohl der Rahmenkredit von 78 Millionen Franken als auch der Zeitplan eingehalten werden konnten.

Wichtig für die Entwicklung zur smarten Stadt
Das Glasfasernetz spiele eine wichtige Rolle bei der Entwicklung der Stadt als Wohn-, Bildungs- und Wirtschaftsstandort, sagte Jans. Zum einen profitierten Bevölkerung, Unternehmen, Bildung und öffentliche Hand von der schnellen Datenübertragung. Zum anderen bilde das Glasfasernetz die Grundlage für das Internet der Dinge in St. Gallen und sei wichtig für das Erreichen der Ziele des städtischen Energiekonzepts 2050. Das Glasfasernetz ergänzt ausserdem künftige Technologien wie 5G im Mobilfunk.

Grosse Auswahl an Anbietern
Heute sind die Glasfaserkabel in rund 10 300 Gebäuden bis in die Wohnungen und Geschäftsräume gezogen. Rund 50 Prozent nutzen bereits ihren Glasfaseranschluss. Sie können aus einer Vielzahl von Diensten für Internet, TV und Telefonie auswählen.
Unter den zwölf Providern finden sich auch kleinere Anbieter aus der Stadt wie die MHS Internet AG oder die Leucom Stafag AG. «Es war uns von Anfang an ein grosses Anliegen, auch kleineren Anbietern eine Chance zu geben», sagte Peter Stäger von den Stadtwerken. Ab 2020 beginnen die St. Galler Stadtwerke mit der Erschliessung der Neubauten. «Wir rechnen mit etwa 800 Anschlüssen pro Jahr», sagte Stäger.
Die einmalige Anschlussgebühr müssen die Hauseigentümer dann selber bezahlen. Bislang wurde sie über den Rahmenkredit finanziert. Das Grossprojekt Glasfasernetz haben die Stadtwerke in einer Bau-Kooperation mit der Swisscom umgesetzt. Beide beteiligen sich auch an den Investitionskosten. Die Zusammenarbeit war eine der ersten ihrer Art.

Quelle: St. Galler Tagblatt